Sonntag, 12. Juli 2026

Rezension | Shadowed Wings – A Court of Darkness and Shadows

Ist Rache Motivation genug? Mit „Shadowed Wings – A Court of Darkness and Shadows“ entführt uns Karen A. Moon in eine fesselnde Romantasy-Welt voller Drachen, Fae, Intrigen, Geheimnisse und moralisch grauer Charaktere.

 

Klappentext

Eine Fae auf der Suche nach der Wahrheit. Ein Assassine, der ihren Glauben an Gut und Böse auf die Probe stellt. Zwei Welten zwischen Licht und Schatten.

Ora ist Heilerin und lebt in einem friedlichen Dorf auf dem Land. Ihr Leben gerät ins Wanken, als ihr Ziehvater ermordet wird. Alles deutet darauf hin, dass ein Drache den alten Mann getötet hat – doch warum? Von Rache getrieben und entschlossen, den Mörder zu finden, wagt sie die gefährliche Ausbildung zur Drachenreiterin.

Während sie nach Antworten sucht, trifft sie immer wieder auf den arroganten und von allen gefürchteten Assassinen Caelen. Sein Verhalten gibt ihr Rätsel auf. Will er sie beschützen oder aufhalten? Welche Geheimnisse verbirgt er in den Schatten, in denen er wandelt? Ora hat unzählige Gründe, ihm zu misstrauen. Doch je näher sie der Wahrheit kommt, desto tiefer gerät sie in seine Welt der Sünden – bis nicht nur ihr Leben, sondern auch ihr Herz in Gefahr ist.

Meine Meinung

Die Handlung von „Shadowed Wings“ hat mich von Anfang an gefesselt. Sofort wird man als Leser ins Geschehen geworfen und muss sich in der fremden Welt zunächst orientieren. Wir begleiten Ora sowohl auf ihrem Weg zur Drachenreiterin als auch bei der Suche nach dem Mörder ihres Ziehvaters. Dabei gerät sie in einige gefährliche Situationen, denen sie sich trotz ihrer geringen körperlichen Stärke mutig stellt.

Ein absolutes Highlight war für mich ihre Drachengefährtin Lunara. Die Verbindung zwischen den beiden wirkt authentisch und emotional und verleiht der Geschichte eine besondere Tiefe. Auch Oras Freunde sorgen mit ihren unterschiedlichen Persönlichkeiten für viele schöne Momente und vermitteln ein gelungenes Found-Family-Gefühl.

Und dann ist da natürlich Caelen. Geheimnisvoll, gefährlich und voller Widersprüche bleibt er lange ein Rätsel. Mit jeder Begegnung erfährt man ein wenig mehr über ihn, ohne ihn jemals ganz durchschauen zu können – genau das macht ihn als Charakter so spannend.

Das Akademie-Setting hat mir ebenfalls gut gefallen. Lediglich die Prüfungen hätten für meinen Geschmack etwas ausführlicher erzählt werden dürfen. Ebenso kam das Ende recht abrupt, wobei der Cliffhanger umso fieser ist und definitiv neugierig auf die Fortsetzung macht.

Fazit

Shadowed Wings – A Court of Darkness and Shadows“ ist ein gelungener Auftakt, der mit einer spannenden Handlung, sympathischen Figuren, einer tollen Drachen-Fae-Welt und einer geheimnisvollen Slow-Burn-Romance überzeugt. Wer Geschichten mit Drachen, Fae und einem moralisch grauen Love Interest liebt, sollte dieses Buch definitiv auf dem Schirm haben.


Tropes: Morally Grey, Enemies to Lovers, Fated Mates / Soulmates, Revenge Motive & Hidden Power, Assassins, found family, secret identity

 

Details zum Buch:

Titel: Shadowed Wings – A Court of Darkness and Shadows (Band 1)

Autorin: Karen A. Moon

Genre: Romantasy, High Fantasy

Erscheinungsdatum: 7. Juli 2026

Umfang: 452 Seiten

Format: Hardcover. Ebook


Werbung - Vielen Dank, Karen A. Moon, für das Rezensionsexemplar.

Samstag, 23. Mai 2026

Rezenion zu "West of Wicked "


Neuerzählung des Zauberers von Oz

Schon die Gestaltung von West of Wicked von Nikki St. Crowe hat mich sofort begeistert. Cover und Farbschnitt sind wunderschön aufeinander abgestimmt und passen perfekt zur Atmosphäre der Geschichte. Das Retelling der bekannten Geschichte rund um Dorothy konnte mich insgesamt gut unterhalten, auch wenn es leider nicht ganz so düster, sexy und fesselnd war, wie ich es mir erhofft hatte. Besonders positiv hervorzuheben ist der angenehme und flüssige Schreibstil der Autorin, durch den sich das Buch sehr leicht lesen lässt.

Meine Meinung

Der Einstieg in die Geschichte hat mir richtig gut gefallen. Dorothy wird als vielschichtiger Charakter eingeführt und es war spannend, mehr über ihr Leben auf der Farm zu erfahren. Mein absoluter Liebling war natürlich Toto – frech, mutig und unglaublich loyal.
Sobald die Handlung jedoch in Oz angekommen ist, orientiert sich die Geschichte teilweise sehr stark an der bekannten Vorlage. Dadurch fehlte mir stellenweise die erhoffte Spannung und auch der Plot Twist kam für mich nicht besonders überraschend.
Besonders interessant fand ich hingegen die Perspektivwechsel zu den anderen Figuren, die auf mich teilweise sogar spannender wirkten als Dorothys eigene Handlung. Hier hätte ich mir gerne noch mehr Tiefe und Fokus gewünscht.
Das Ende des ersten Bandes hielt zwar noch einige Überraschungen bereit, dennoch wurde der Showdown meiner Meinung nach etwas zu schnell abgehandelt. Vor allem manche Entwicklungen zwischen den Charakteren wirkten auf mich zu abrupt und dadurch nicht ganz nachvollziehbar. Gerade emotionale Konflikte hätten gerne mehr Raum bekommen dürfen.

Fazit

West of Wicked ist ein optisch wunderschön gestaltetes Oz-Retelling mit interessanten Ansätzen, spannenden Nebenfiguren und einem angenehmen Schreibstil. Wer düstere Märchenadaptionen liebt, könnte hier definitiv auf seine Kosten kommen. Für mich blieb die Geschichte jedoch etwas hinter ihrem Potenzial zurück, da sie sich stellenweise zu nah an der Originalgeschichte orientiert und einige Entwicklungen zu schnell abgehandelt wurden. Trotzdem macht das Ende neugierig auf die Fortsetzung und ich bin gespannt, wie sich die Geschichte weiterentwickeln wird.

Details zum Buch:


Autorin: Nikki St. Crowe
Übersetzt von: Maria SchmidtJanika Krichtel
Erscheinungsdatum: 04.05.2026 
Format: E-Book und Hardcover
Seitenanzahl: 352 Seiten 
Genre: Fantasy / Dark Fantasy / Romantasy
Tropes: Wizard of Oz Retelling, Forbidden Love, Hidden Identity, Journey of Self-Discovery, Witchy, Morally Grey Characters
Verlag: Bramble

Klappentext: 

Dorothy Gale weiß nicht, woher sie kommt. Sie weiß noch, dass sie sich während eines Sommersturms in der tristen Prärie von Kansas nach Hause wünschte und an eine Frau klammerte, die nicht ihre Mutter war. Sie übergab Dorothy an zwei Fremde und flehte sie an, sie aufzunehmen. Sie erinnert sich nicht mehr genau an die Frau, aber sie erinnert sich an das Blut in ihrem Gesicht.

Inzwischen ist Dorothy älter und jagt dem Hochgefühl ihrer Liaison mit Edward hinterher, doch seine Heiratsanträge sind nicht genug. Sie will herausfinden, wer sie wirklich ist und wie sie diesem tristen Leben entkommen kann.

Dann fegt ein Wirbelsturm durch die Nacht und bringt Dorothy in ein in Schatten gehülltes und verfluchtes Land, das viel weiter entfernt ist, als Dorothy es sich je vorgestellt hat. Um wieder nach Hause zu kommen, muss sie einen Zauberer aufsuchen und einem tückischen Pfad folgen, auf dem bereits dunkle Gefahren, machthungrige Hexen und ein verfluchter Attentäter auf sie lauern …

Vielen Dank an Vorablesen für das Rezensionsexemplar. 

Mittwoch, 8. April 2026

Viktorianische Romantasy-Dilogie mit liebenswerten Charakteren

     

Cover vom Buch "Blood & Silver – Ruf des Silberfuchses“ von Nadine Hofstetter
Viktorianisches England, geheime Magie und starke Frauenfiguren? Das klang für mich sofort vielversprechend – und ich wurde nicht enttäuscht! Schon das Cover von „Blood & Silver – Ruf des Silberfuchses“ von Nadine Hofstetter hat mich in seinen Bann gezogen, und spätestens das historische Setting hat meine Neugier endgültig geweckt. Der Schreibstil der Autorin ist angenehm leicht und flüssig zu lesen, während die Figuren liebevoll und individuell ausgearbeitet sind.

Meine Meinung:

Besonders Catherine hat mir sehr gut gefallen. Sie ist sympathisch, freundlich und zugleich ehrgeizig. Den gesellschaftlichen Zwängen des 19. Jahrhunderts widersetzt sie sich entschlossen – und erst recht der Vorstellung, sich einem Mann unterordnen zu müssen. Von ihrer Mutter hat sie gelernt, für sich selbst einzustehen, und genau das tut sie auch: mit klugen Worten, aber wenn nötig auch mit ihrem Messer.

Als plötzlich eine magische Kraft in ihr erwacht, überschlagen sich die Ereignisse. Catherine flieht nach England, um mehr über die Vergangenheit ihres Vaters herauszufinden – ein Vorhaben, das sich als alles andere als ungefährlich herausstellt. Zum Glück bleibt sie dabei nicht allein.

Auch James habe ich schnell ins Herz geschlossen. Trotz seines gebrochenen Herzens und seines inneren Konflikts als Halbsterblicher steht er Catherine zur Seite. Dabei erkennt er rasch, dass etwas ganz Besonderes in ihr steckt.

Die Handlung bleibt durchgehend spannend: Geheimnisvolle und actionreiche Szenen wechseln sich mit ruhigeren, alltäglichen Momenten ab, sodass keine Langeweile aufkommt. Auch die Liebesgeschichte überzeugt – als gelungene Slow-Burn-Romanze fügt sie sich harmonisch in die Handlung ein, ohne diese zu überlagern.

Der Cliffhanger am Ende ist zwar gemein, macht aber umso neugieriger auf die Fortsetzung.

Fazit:

Eine atmosphärische und spannende Romantasy-Geschichte mit starken Charakteren, einem faszinierenden Setting und genau der richtigen Mischung aus Magie, Spannung und Gefühl. Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Band!


Details zum Buch:

Autorin: Nadine Hofstetter

Erscheinungsdatum: 20.03.2026

Format: E-Book und Paperback

Seitenanzahl: 450

Genre: Urban Fantasy, Romantasy

Tropes: Found Family, slow burn, one bad

Verlag: Pumpkinpie Verlag



Vielen Dank, Nadine Hofstetter und Pumpkinpie Verlag für das Rezensionsexemplar.