Dienstag, 31. Mai 2022

Rezension zu "Die Hofgärtnerin − Sommerleuchten"

Titel: Die Hofgärtnerin − Sommerleuchten

Reihe: Die Hofgärtnerinnen-Saga (2)

Autorin: Rena Rosenthal

Genre: Historischer Roman

Verlag: Penguin Verlag

Erschienen: 26. April 2022

Umfang: 720 Seiten


Rezensionsexemplare wurde zur Verfügung gestellt von: Bloggerportal

Portrait der Autorin:

Rena Rosenthal hat schon als Kind jede freie Minute in der Baumschule ihrer Eltern verbracht. Die Baumschule in einem kleinen Örtchen in der Nähe von Oldenburg wird heute von ihrer Schwester geführt. Obwohl sie – im Gegensatz zum Rest ihrer Familie – nicht den Beruf der Gärtnerin ergriffen hat, ist ihre Liebe zu Blumen geblieben. Daher war schnell klar, dass ihre erste Familiensaga von duftenden Fliederbäumen und prächtigen Rhododendren handeln soll. Rena Rosenthal lebt heute mit ihrer Familie in Köln.

Klappentext:

Oldenburg, 1893: Marleene und ihr Verlobter träumen davon, eine eigene Gärtnerei aufzubauen, in der sie duftenden Flieder und prachtvolle Rhododendren züchten. Als sich ihnen die Gelegenheit bietet, ein Stück Land zu bewirtschaften, können sie ihr Glück kaum fassen. Eine Auszeichnung auf der Hamburger Gartenschau könnte ihnen außerdem die begehrte Auszeichnung als »Hofgärtnerei« einbringen. Doch innerhalb von kürzester Zeit aus dem Nichts eine Gärtnerei aufzubauen verlangt ihnen und ihrer Liebe alles ab – sogar die Hochzeitspläne müssen zu Marleenes Kummer auf Eis gelegt werden. Und auch ihre Konkurrenten schrecken vor nichts zurück, um die beiden von ihrem Ziel abzubringen. Können sie es dennoch schaffen, ihren großen Traum wahrzumachen?

Quelle, Leseprobe und mehr unter: www.penguinrandomhouse.de

Erster Eindruck:

 

Nachdem mir der erste Band „Die Hofgärtnerin – Frühlingsträume“ von Rena Rosenthal sehr gut gefallen hatte, konnte ich es kaum erwarten zu erfahren, wie es mit Marlene weitergeht. Das Cover ist sehr schön gestaltet und passt mit der floralen Gestaltung perfekt zur Handlung. Im Inneren des Buches kann man leckere Rezepte und Wissenswertes und Unterhaltsames über die historischen Hintergründe der Geschichte finden – wie zum Beispiel den Fächercode.

 

Powerfrauen, Freundschaft und Gemeinschaft


Die Handlung von „Die Hofgärtnerin – Sommerleuchten“ setzt nach dem Ende des ersten Bandes ein und obwohl ein knappes Jahr zwischen dem Erscheinen der Bänder lag, kam ich sofort wieder in die Geschichte rein. Marleen und Julius sind verlobt, müssen jedoch hart arbeiten, um ihren Traum von einer eigenen Gärtnerei zu erfüllen. Gemeinsam müssen sie viele Schwierigkeiten, gefährliche Situationen und Herausforderungen überwinden, wobei auch Standesunterschiede sie vor Probleme stellen. Doch sie haben Unterstützung von alten und neuen Freunden, die tatkräftig mithelfen, für rauschende Bauernfeste sorgen und viel zur Unterhaltung beitragen. Alma ist mir sofort an Herz gewachsen. Mit ihrer positiven Einstellung, ihrem Tatendrang und ihren norddeutschen Weisheiten kann man sie nur sofort mögen. Generell sind die Figuren von der Autorin liebevoll und authentisch gestaltet. Während Marleene sich seit dem ersten Band nicht so sehr verändert hat, hat Rosalie eine umso größere Wandlung unternommen, was mir sehr gut gefallen hat. Die Stellung der Frau in der Gesellschaft und die Ungerechtigkeiten zwischen den Schichten werden in der Handlung immer wichtiger. Dabei wird toll und vor allem realistisch beschrieben, wie sich die Frauen erst langsam bewusst werden, dass sich die Umstände ändern müssen. Doch man lernt als Leser*in nicht nur viel über die politischen Umstände der Zeit, sondern vor allem sehr viel über die Pflege einer Gärtnerei, zum Beispiel wie man die zarten Pflänzchen vor Nachtfrost und gefräßigen Käfer schützt.  

 

Mein Fazit:

 

Eine wunderbare Fortsetzung, in der Liebe, Freundschaft und Gemeinschaft großgeschrieben werden. Die Liebe zu den Blumen ist ebenso wahrnehmbar wie der Wille von Marleene ihren Traum zu erfüllen und ihren Platz als Frau in einer männerdominierten Welt zu erkämpfen.

 

Meine Bewertung:




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